Kaufnebenkosten-Rechner Deutschland
Grunderwerbsteuer und Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf planen.
Der Finanzierungsbedarf ist eine Budgetgröße. Ob und in welchem Umfang eine Bank die Nebenkosten finanziert, hängt von der individuellen Prüfung ab.
So benutzt du den Rechner
Trage zuerst den Kaufpreis ein, wähle das Bundesland der Immobilie und gib dein verfügbares Eigenkapital an. Aktiviere den Makler nur, wenn für deinen Kauf eine Käuferprovision anfällt. Der Rechner trennt anschließend die gesetzliche Grunderwerbsteuer von den geschätzten Kosten.
Pflichtkosten und vereinbarte Kosten
Die Grunderwerbsteuer richtet sich nach dem Bundesland. Notar und Grundbuch sind für den Eigentumsübergang grundsätzlich nötig, ihre tatsächlichen Gebühren folgen aber dem Geschäftswert und den einzelnen Tätigkeiten. Eine Maklerprovision fällt nur bei entsprechender Vermittlung und Vereinbarung an.
Grunderwerbsteuer nach Bundesland
Der Rechner verwendet den zum 28. Juli 2026 geprüften Satz des ausgewählten Bundeslands. Die Spanne reicht von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Sachsen wird mit 5,5 %, Thüringen mit 5,0 % berechnet.
Beispiel: Kaufpreis, Eigenkapital und Finanzierung
Bei 400.000 € Kaufpreis in Bayern entstehen ohne Makler in dieser Planung 14.000 € Steuer, 6.000 € Notar- und 2.000 € Grundbuchkosten. Die Gesamtausgabe beträgt damit 422.000 €. Mit 100.000 € Eigenkapital verbleibt ein rechnerischer Finanzierungsbedarf von 322.000 €.
Grenzen der Schätzung
Notar-, Grundbuch- und Maklerbeträge sind Planungsannahmen, keine Gebührenauskunft. Sonderfälle wie Inventar im Kaufvertrag, Grundschuld, mehrere Beurkundungen, Fördermittel, Finanzierungskosten und individuelle Provisionsvereinbarungen können das Ergebnis verändern.
Stand und Quellen
Die Steuersätze wurden am 28. Juli 2026 anhand der Übersicht des Bundesfinanzministeriumsgeprüft. Für die tatsächlichen Notarkosten gilt das GNotKG; die Prozentwerte des Rechners dienen nur der frühen Budgetplanung.